Positivismus vom säkularen Wissenschaftskult bis heute
Nach Kant entstand um 1800 die moderne Wissenschaft, welche unsere Welt bis auf den heutigen Tag kontinuierlich immer schneller und dramatischer wandelt. Positivismus ist eine wissenschaftliche Methode, die sich von allen metaphysischen Spekulationen befreit der „positiven“ Erforschung der Fakten und unwiderlegbaren Episteme widmet. Gott, Religiosität, Spiritualität und Transzendenz sind aus der Forschung verbannt. Man fragt nicht mehr nach dem Sinn des Seins, sondern es werden systematisch Daten gesammelt und die Welt und ihre Phänomene geraten zu immer wieder neuformulierten Modellen. Der Positivismus entwickelte sich über einen Kult der Wissenschaft und alle Fächer hinweg im 19. Jahrhundert ab Auguste Comte schnell zu einer säkularen Religion im Sinne der Fortschrittsideologie der Aufklärung. Aber auch in der neuen „Wissenschaftsreligion“ kam es bald zu Krisen und Kontroversen. Letztere reichten von Ernst Mach bis Ludwig Wittgenstein, vom Logischen Empirismus der Wiener Schule (Rudolf Carnap) bis zur Kritik des Kritischen Rationalismus (Karl Popper). Seit der Postmoderne erleben wir in dramatischer Zuspitzung, wie die Wissenschaft im Zeitalter der „fake news“ gegen die dramatisch wachsenden antiaufklärerischen Tendenzen und Ideologien um ihre Akzeptanz kämpfen muss.
Positivismus und moderner Fortschrittskult im 19. Jahrhundert
2E, Di. 12.05.2026, 18.30 - 20.30
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/84863794512
Entwicklungen und Konflikte des Positivismus vom Ersten Weltkrieg bis heute
2E, Mi. 13.05.2026, 18.30 - 20.30
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/86597381467
Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!

Maria in der Kunst: Jungfrau – Mutter – Herrscherin
Keine andere Gestalt des Christentums wurde in der Kunst so oft und in einem derartigen Facettenreichtum dargestellt wie die heilige Maria: Als eine durch Schönheit gekennzeichnete junge Frau, als vorbildhafte Mutter oder als hoheitsvolle Himmelskönigin. Der Vortrag beleuchtet, wie sich diese Darstellungen im Lauf der Jahrhunderte gewandelt haben. Zwischen religiöser Verehrung und künstlerischer Interpretation entsteht ein Panorama, das zugleich Glaubensgeschichte und Frauenbild erzählt.
Maria in der Kunst: Jungfrau – Mutter – Herrscherin
2E, Mi. 02.12.2026, 18.30 - 20.30
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/81527644768

Pragmatismus – nützliche Erkenntnis und die Folgen
Der Pragmatismus, Ende des 19. Jahrhunderts in den USA entstanden (Peirce, James, Dewey), definiert Wahrheit über den praktischen Nutzen. Er ist der erste selbständige Beitrag amerikanischer Philosophen zur westlichen Philosophie. Eine Idee ist dann „wahr“, wenn sie in der Anwendung funktioniert und Probleme löst. Statt abstrakter Metaphysik steht das Handeln im Fokus: Theorien sind Werkzeuge zur Weltgestaltung. Die Positionen des Pragmatismus wurden nach dem Zweiten Weltkrieg neu reflektiert und bestimmen die westlichen Diskurse erheblich mit (Neopragmatismus). Heute prägt dieser Ansatz massiv unsere Gesellschaft. In der Politik führt er zum Realismus statt Ideologie; in der Wissenschaft zur Fokussierung auf Anwendbarkeit (z. B. KI-Ethik). Er fördert eine offene, experimentelle Haltung, birgt aber die Gefahr, ethische Grundwerte reinem Effizienzdenken zu opfern.
Klassischer Pragmatismus von Peirce bis 1960
2E, Di. 19.01.2027, 18.30 - 20.30
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/83145617141
Neopragmatismus ab 1960 bis heute
2E, Mi. 20.01.2027, 18.30 - 20.30
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/85972270159
Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!

Schöpferkraft und Bravour – die vier größten Bildhauer der Neuzeit
Leon Battista Alberti rief in der Frührenaissance den Wettstreit mit den „Alten“ aus: Man wollte die bewunderten antiken Meister sogar übertreffen. Donatello – hochgerühmter Protegé der Medici – nahm den Wettkampf an und schuf einige der berühmtesten Werke der Renaissanceplastik. Aus der Donatello-Tradition erwuchs der „Titan“ Michelangelo. Mit dem so ungemein folgenschweren „divino“ schien in der Kunst alles anders geworden zu sein. Giambologna, der manieristische Hofbildhauer der Medici, zog bravourös und gewagt seine Lehren aus dem Werk seines Vorgängers und war zusammen mit Michelangelo wiederum das bewunderte Vorbild des grandiosen Gian Lorenzo Bernini, der Idealität, Naturalismus und barocke Dynamik zu einer hinreißenden Synthese verschmolz und auch erheblich den süddeutschen und österreichischen Barock mitprägte.
Donatello – größter Bildhauer der Frührenaissance
2E, Di. 02.02.2027,18.30 - 20.30,
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/82864243540
Michelangelo – der „Göttliche“
2E, Di. 09.02.2027, 18.30 - 20.30,
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/88165059881
Giambologna – Eleganz und artistische Sensation
2E, Di. 16.02.2027, 18.30 - 20.30,
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/87882465070
Gian Lorenzo Bernini – Großmeister der barocken Plastik
2E, Di. 23.02.2027, 18.30 - 20.30,
Salzburger Bildungswerk + online: https://us02web.zoom.us/j/87028454314
Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben!
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