Spezial

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Duftstoffe - Gesundheit und Wohlgefühl für Körper und Seele

Düfte begleiten uns von Kindheit an und spielen für unser Leben eine weitaus größere Rolle als wir denken. Wir speichern sie ab und erinnern uns oft noch über Jahrzehnte hinweg, besonders wenn sie mit bestimmten Ereignissen verbunden sind. Wir können an die 10.000 Geruchsqualitäten unterscheiden. Man kennt Tausende von chemischen Verbindungen, die Geruchsempfindungen hervorrufen. Hinzu kommen Duftgemische, welche nicht nur Mischdüfte, sondern auch neue Duftqualitäten ergeben können. Die meisten Düfte sind organische Verbindungen. Unter den anorganischen Substanzen finden sich nur wenige die wir olfaktorisch wahrnehmen, wie beispielsweise Chlor, Brom oder Schwefelwasserstoff. Selbst Duftstoffe, die wie nicht bewusst registrieren, spielen für unser Verhalten eine bedeutende Rolle. So können wir einige der sexuellen Duftstoffe olfaktorisch zwar nicht bewusst wahrnehmen sind jedoch für die Partnerwahl von großer Bedeutung. Schließlich besitzt jeder Mensch einen ganz spezifischen Geruch, einen, der nur ihm eigen ist, so einmalig wie seine Fingerabdrücke. Eine Unzahl verschiedenster Düfte hat Einfluss auf unsere Psyche und darüber hinaus auch auf unsere Gesundheit. Die heilende Wirkung von Blütenessenzen war bereits im alten Ägypten bekannt. Aromatische Düfte können harmonisierend, anregend oder beruhigend wirken, sie können die Stimmung heben und zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden beitragen. Sie vermögen aber auch auf sanfte Weise Krankheiten zu lindern oder sogar zu heilen. Der Schwerpunkt des Vortrages liegt auf der praktischen Anwendung, besonders auf der medizinischen Bedeutung bestimmter Duftstoffe, als heilende Essenzen und ihre Wirkung auf Körper und Seele, über deren Vorkommen, Beschaffenheit, Wirkungsweise und Gewinnung sowie über deren Anwendung. Da es sich bei den Aromastoffen um chemische Substanzen handelt wird selbstverständlich auch auf eventuelle Gefahren durch den Gebrauch hingewiesen.



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Die mitteleuropäische Küche im Barock

Barocke Tafelfreuden sind heute noch der Innbegriff von Üppigkeit, Genuss und gehobener Lebensart. Die scheinbar grenzenlose Verfügbarkeit von Nahrung, das exzessive Zurschaustellen materieller Überlegenheit und die damit verbundene gesellschaftliche Stellung sind heute noch ein Synonym barocker Lebensart und beinhalten nach wie vor ein gesellschaftspolitisches Statement.        Die Pracht der barocken Tafel verschweigt allerdings, welche Arbeitsabläufe, welche Infrastruktur notwendig war, um diese Ansprüche aufrecht zu erhalten. So beschäftigt sich die Veranstaltung einerseits mit den barocken Tafelfreuden, andererseits wird auf die Arbeitsabläufe verwiesen, welche hinter der glänzenden Fassade notwendig waren. Regionale Eigenheiten z.B. der Wiener Küche werden hier ebenso besprochen wie die bürgerliche Variante eines spätbarocken Kochbuches aus dem Salzkammergut – dem „Kochbuch der Wolfin“ aus dem Besitz des Vortragenden.

Beim zweiten Termin, einer Exkursion in die Residenzgalerie werden anhand einiger ausgewählter Bilder diese Details herausgearbeitet und erläutert. Es geht dabei nicht nur um die Darstellung, vielmehr werden auch die Symbole und ihre zeitbezogenen Hintergründe beleuchtet. Welche Rolle spielt der Knoblauch oder etwa die Auster im Bild? Oder haben sie schon einmal daran gedacht, was Schinken und Wein am Tisch eines spanischen Barockmalers bedeuten? Die synästhetische Komponente barocker Weltanschauungen, das Gesamtkunstwerk des Lebens aus der Sicht des barocken Universalmenschen sollen so nähergebracht werden.


Kulturgeschichte der barocken Kochkunst

3E, Fr. 28.01.2022, 15.00 - 18.00, Salzburger Bildungswerk


Exkursion: Kulturgeschichte der barocken Kochkunst

3E, So. 30.01.2022, 10.00 - 13.00, Residenzgalerie Salzburg  Terminänderung!

Der Besuch von Einzelveranstaltungen ist möglich. Die Einzelveranstaltungen werden nicht extra ausgeschrieben



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„Heilkräuter- und Pflanzenwanderung, 

Essen aus der Natur“ am Abtsdorfer See“

Eine botanisch-kulinarische Kräuterwanderung rund um den Abtsdorfer See – das Frühlings-Angebot der Biologin Dr. Ute Künkele.

Nach Abschmelzen der Alpengletscher vor etwa 10 000 Jahren blieb ein „Restsee“ übrig, der uns heute als Abtsdorfer See bekannt ist. Bevor die früheren Landesherren, die Bischöfe von Salzburg, seinen Wasserstand absenkten, bedeckte der See eine Fläche von ca. 30 x 10 km.  Im ehemaligen „Haarsee“ entstand ein Feuchtwiesen- und Moorgebiet mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Das Haarmoos ist als größtes Wiesenbrütergebiet Südostbayerns ein Vogelschutzgebiet von europäischem Rang. Bei dem abwechslungsreichen Spaziergang auf bequemen, zum Teil geteerten Wegen wird nicht nur Artenkenntnis vermittelt. Viele Kräuter lassen sich zu einem leckeren Aufstrich verarbeiten, manche eignen sich auch für ein Wildgemüse, einen aromatischen Tee oder sogar als Badeessenz. Die Teilnehmer erhalten Tipps zum Sammeln und Konservieren, Rezepte für Hauptgerichte, Nachspeisen und Getränke sowie Informationen über die Inhaltsstoffe der gefundenen Kräuter. Gemeinsam bereiten wir vor Ort kleine Leckerbissen zu. Bitte feste Schuhe, Plastikbeutel und kleine Zettel zum Beschriften der gesammelten Pflanzen sowie Trinkglas oder Becher mitbringen.



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Wiener Moderne und Rotes Wien

Die Architektur Wiens stand zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zeichen von Aufbruch und Erneuerung. Einen seltenen Einblick erhalten wir in der Wohnung Bartensteingasse 9/5 in der Inneren Stadt. Heute eine Dependance der Wienbibliothek, ist dort das originale Interieur des wegweisenden, aber umstrittenen Architekten Adolf Loos erhalten. Wir besuchen auch die normalerweise nicht öffentlich zugängliche Präsidiale in der von Otto Wagner 1904 gebauten Postsparkasse, einer Ikone der Wiener Moderne. Otto Wagner sollte auch auf die Architektur des Roten Wien Einfluss haben. Seine Schüler Heinrich Schmid und Hermann Aichinger, aber auch Hubert Gessner prägten die Idee des Volkswohnungspalastes, während Josef Frank und Peter Behrens mit funktionalistischer Architektursprache internationale Berühmtheit erlangten. In knapp zehn Jahren wurden nach 1921 mehr als 380 Gemeindebauten und über 64.000 Wohnungen errichtet. Viele monumentale Wohnbauten waren als „Stadt-in-Stadt“-Konzept erdacht. Sie boten soziale Infrastruktur und großzügige Grünanlagen. Wie divers die Architektursprache der Zwischenkriegszeit war, entdecken wir am „Gürtel“, der „Ringstraße des Proletariats“. Das Leben im Gemeindebau vermittelt uns das Brenner Wohnungsmuseum in Meidling.



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Die Römerregion Chiemsee - ein Blick vor und hinter die Kulissen

Zahlreiche archäologische Fundstellen legen Zeugnis davon ab, dass der Chiemgau seit „Menschengedenken“ ein bevorzugter Siedlungsraum war. Um Christi Geburt wurde die Region Teil der römischen Provinz NORICUM. An den neu ausgebauten (Fern-) Straßen und an den Seen und Flüssen entwickelten sich schnell kleinere Siedlungen. An wichtigen Verkehrsknotenpunkten, wie in BEDAIUM/Seebruck, entstanden Straßendörfer, in denen vor allem Handwerker und Händler ihre Dienste feilboten.

Ein engmaschiges Netz aus größeren und kleineren Gutshöfen und Landgütern, die als VILLAE RUSTICAE bekannt sind, stellte die Versorgung der Städte und Siedlungen mit Nahrungsmitteln sicher. Mit Mitteln aus dem europäischen Förderprogramm LEADER und mit Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege sowie der Archäologischen Staatssammlung München wurde die römische Geschichte der Region nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbereitet. 11 Gemeinden rund um den Chiemsee präsentieren gemeinsam ihre römische Vergangenheit - unterhaltsam und nach aktuellem wissenschaftlichem Stand.

Die Archäologin und fachliche Leiterin der Römerregion Chiemsee, Andrea Krammer, führt an ausgewählten Orten in die Archäologie und Geschichte des römischen Chiemgau ein und gibt Einblicke in die Entstehungs-, Umsetzungs- und Weiterentwicklungsprozesse dieses Großprojektes.


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