Moor-Exkursion ins Weidmoos
Ein besonderes Exkursionsziel ist dieses Jahr das Weidmoos im Gemeindegebiet von St. Georgen und Lamprechtshausen bei Salzburg. Das ehemalige Hochmoor wurde im Jahr 2001 zum EU-Vogelschutzgebiet erklärt und ist mit über 200 nachgewiesenen Arten ein wahres Vogelparadies. Auf einem ca. 1,5 km langen, bequem begehbaren Rundweg ist das ca. 135 ha große ehemalige Torfabbaugebiet erschlossen. Neben vielen anderen Kräutern werden wir die typische Moorvegetation mit Preiselbeere, Rosmarinheide und den Insekten verzehrenden Sonnentau vorfinden.
Das Weidmoos gehört zum voralpinen Moorgürtel, der sich vom Ibmermoos im Nordosten über den Schönramer Filz und die Chiemseemoore bis hin zum Murnauer Moos erstreckt. Er entstand vor über 10.000 Jahren nach dem Ende der letzten Eiszeit. Ebenso wie im benachbarten Bayern begann der Torfabbau mit der Industrialisierung. Im Weidmoos und im Bürmoos wurde der Torf vor allem als Brennmaterial für die Glasproduktion genutzt.
Bitte feste Schuhe, eventuell Mücken- und Sonnenschutz, Fernglas nicht vergessen.

Pilzwanderung auf der Reiteralm bei Ainring
Ohne Pilze läuft nichts: Der Käse braucht seinen Schimmelpilz, das Bier die Hefe, der Kranke das Penicillin. Kein Wald gedeiht ohne die ebenso komplizierte wie faszinierende Mykorrhiza, jenes enge Zusammenspiel von Baumwurzeln und pilzlichen Symbiosepartnern, und längst wären wir erstickt unter der Masse organischer Abfälle, würde diese nicht unablässig von Pilzen in ihre Bestandteile zerlegt und zu Humus umgewandelt – Recycling pur! Im Spätsommer und Herbst sind es vor allem essbare Pilze, die uns faszinieren – und giftige, vor denen wir uns fürchten. Wie man sie sammelt, bestimmt und voneinander unterscheidet, erklärt der Mykologe und Buchautor Till R. Lohmeyer auf einer ca. vierstündigen Wanderung. Selbstgesammelte Pilze können zur Bestimmung mitgebracht werden.

Stadtteil entdecken: Nonntal
Die Reihe „Stadtteil entdecken“ führt uns ins südlich der Altstadt gelegene Nonntal. Räumlich unterscheidet man das Innere Nonntal, die einstige Vorstadt mit Wohn- und Arbeitsstätten von Wäschern, Bleicher und anderen Handwerken an der Nonntaler Straße, vom Äußeren Nonntal, das landwirtschaftlich geprägt war.
Wir beginnen unsere Tour unterhalb des Stiftes Nonnberg, dem ältesten Frauenkloster im deutschsprachigen Raum. Der Weg führt uns über die alte Nonntaler Hauptstraße zur der Erhardkirche von Giovanni Gaspare Zuccalli über das Brunnhaus zum Krauthügel. Ein kurzer Abstecher geht zum Peterbrunnhof, dem ehemaligen Sommersitz des Abtes von St. Peter. Von Weiten sehen wir das Seniorenhaus Nonntal mit Zubau aus dem Jahre 2014. Am ehemaligen Paradiesgarten des Stiftes Nonnberg vorbei, erreichen wir das ORF-Landesstudio, geplant von Gustav Peichl. Weiter geht es über Schloss Freisaal, von wo die Erzbischöfe im 16. Jahrhundert in die Stadt einzogen, zum Unipark Quartier. Es besteht nicht nur aus dem gleichnamigen Neubau der kultur- und geisteswissenschaftlichen Fakultät, sondern beinhaltet auch die Neuordnung des Areals von der Preisallee bis zum Beginn des Freisaalgeländes. Zum Abschluss besuchen wir noch die Berchtoldvilla.
* Änderungen vorbehalten