Das römische Legionslager Castra Regina, das am Zusammenfluss von Donau und Regen erbaut germanischen Einfällen ins Römische Reich Paroli bieten sollte, ist die Keimzelle der mittelalterlichen Stadt Regensburg. Als feste Burg diente Castra Regina den frühen bayerischen Herzögen als Residenz. Neben der Gründung des Regensburger Bistums zeichneten häufige Herrscherbesuche die Stadt seit dem 8. Jahrhundert aus. Darüber hinaus begannen unerschrockene und geschäftstüchtige Einwohner früh Fernhandel mit Luxusgütern aus der gesamten damals bekannten Welt zu treiben. Regensburgs Bedeutung und Wohlstand schlugen sich bald in herausragenden kirchlichen und weltlichen Bauaufträgen nieder: in prächtigen Patrizierhäuser, dem Bau der Steinernen Brücke und des Rathauses. Auf dem Höhepunkt der städtischen Macht im 13. Jahrhundert begann der gotische Neubau des Domes. Durch seinen in Deutschland einzigartigen Bestand an mittelalterlichem Glas und seine einflussreiche Skulpturenausstattung gehört der Bau zu den wichtigsten Beispielen gotischer Kunst in Deutschland. Zu Beginn der Neuzeit verließ Regensburg dann das wirtschaftliche Glück. Doch als 1663 der kaiserliche Reichstag in Regensburg zu einer „immerwährenden“ Einrichtung wurde, kamen barocker Glanz und kultureller Aufschwung in die völlig verarmte Stadt. Über allem aber schwebt das allgegenwärtige italienische Lebensgefühl in dieser „nördlichsten Stadt Italiens“. Das Regensburger Umland ist ebenfalls reich an kulturellen Schätzen: der spektakuläre römische Schatzfund in Straubing, die barocken Klosterkirchen der Brüder Asam in Weltenburg und Rohr oder der klassizistische Tempel der Walhalla oberhalb der Donau.
PROGRAMM:*
1. Tag, Montag, 12. Oktober 2026
Anreise von Salzburg nach Regensburg: Abfahrt - Einstiegsstellen: 07.30 Hallein Pernerinsel - Parkplatz beim Kreisverkehr/ 07.45 P + R Salzburg Süd/ 08.00 S-Bahn Station Taxham Europark/ 08.15 Burgerking Piding/ 08.40 Schweinbach Landkaufhaus Mayer, weitere Einstiegsstellen z.B. Park & Ride Rosenheim auf der Strecke über München möglich.
Anreise von Salzburg nach Regensburg. Nach der Ankunft erschließen wir die Regensburger Stadtgeschichte mit einer Führung durch die Altstadt. Stationen des Rundganges sind die Portra Prätoria, die Steinerne Brücke, das Kleinhändlerviertel zwischen Kramgasse und Tändlergasse, Patrizierburgen, das Rathaus und der Dom. Neben der hohe (Kunst-)geschichte kommen Legenden und Geschichten rund um den Brückenbaumeister oder Barbara Blomberg, die Geliebte Kaiser Karls V., nicht zu kurz. Im Rahmen des Rundgangs besuchen wir die archaisch wirkende Erhardikapelle aus dem 10. Jahrhundert (Sonderzugang).
2. Tag, Dienstag, 13. Oktober 2026
Ein Tag zu Fuß in Regensburg (UNESCO Welterbe). Am Vormittag besuchen wir den Dom St. Peter mit dem Domkreuzgang (Sonderzugang), der nach mehrjähriger Sanierung nun wieder zugänglich ist. Das Alte Rathaus ist nicht nur eines der bedeutendsten gotischen Rathäuser Deutschlands, sondern war auch zwischen 1663 und 1806 Sitz des Immerwährenden Reichstages. Der Nachmittag ist der der ehemalige Reichsabtei St. Emmeram gewidmet. Deren mittelalterliche Bauten sind ein kunsthistorisches Schwergewicht. Die Kirche wurde von einigen karolingischen Kaisern als Ort ihres Begräbnisses ausgezeichnet. Die Krypten der Kirche zählen zu den ältesten erhaltenen in Deutschland. Das einzigartige Doppelportal, das die Kirche erschließt, ist das älteste erhaltene Figurenportal des Landes und war wegweisend für die weitere architektonische Entwicklung des Kirchenportals. Der Kreuzgang (Sonderzugang), ein kunstdidaktisches Bilderbuch gotischer Architektur, gehört heute zum Besitz des Hauses Thurn und Taxis und ist über das fürstliche Schloss erreichbar.
3. Tag, Mittwoch, 14. Oktober 2026
Mit dem Bus geht es nach Kelheim, wo wir zuerst die Befreiungshalle besichtigen. Danach besteigen wir ein Schiff, das uns flussaufwärts durch das Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“ mit dem Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg bringt. Ab 1716 haben dort die Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam die Klosterkirche in Formen des römischen Barock neu erbaut. Die Mittagspause verbringen wir in der Klostergaststätte, wo das berühmte Weltenburger Bier serviert wird. Weiter geht es nach Rohr in Niederbayern, wo eine weitere Asam-Kirche mit einem spektakulären Barockaltar auf uns wartet.
4. Tag, Donnerstag, 15. Oktober 2026
Am Vormittag fahre wir mit dem Bus nach Straubing. Die alte Pfarrkirche St. Peter (Sonderzugang) mit ihren historischen Friedhof liegt heute außerhalb der Stadt. Neben der romanischen Kirche besichtigen wir auch die Grabkapelle der Agnes Bernauer, die als nicht standesgemäße Geliebte des bayerischen Herzogs ein tragisches Ende nahm. In der Innenstadt zeigt das Gäubodenmuseum einen spektakulären Fund römischer Paraderüstungen für Pferd und Reiter sowie weitere bronzene Objekte, die alle bei Straßenbauarbeiten in Straubing entdeckt worden sind. In Donaustauf ließ der bayerische König Ludwig I. zwischen 1830 und 1842 den klassizistische Tempel der Walhalla als Nationaldenkmal erbauen. Hoch über dem Donauufer gelegen sollte er der noch jungen deutschen Nation als Wegweiser dienen. In westlicher Richtung erblickte man die noch unvollendeten Türme des Regensburger Domes, Symbol des gerade untergegangenen Heiligen Römischen Reiches.
5. Tag, Freitag, 16. Oktober 2026
Am Vormittag besuchen wir zwei weitere kunsthistorische Highlights der Stadt Regensburg, die romanische Schottenkirche St. Jakob mit ihrem mysteriösen Portal und die nach langer Sanierung wieder eröffnete frühgotische Dominikanerkirche St. Blasius (Sonderzugang). Mit ihren beeindruckenden Ausmaßen macht St. Blasius sogar dem Dom Konkurrenz. Nach der Mittagspause Heimfahrt über München nach Salzburg.
* Änderungen vorbehalten