Spezial

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Ausgangspunkt der Heil-Kräuter- und Pflanzenwanderung ist das ehemalige Kloster Höglwörth mit seiner Rokokokirche, gelegen auf einer Halbinsel im Höglwörther See bei Anger. Abseits des bekannten Seerundwegs bietet das Ramsauer Tal eine große Vielfalt an Biotoptypen. Röhricht, orchideenreiche Streuwiesen, Hochstaudenfluren, kleinflächige Hochmoorbereiche, artenreiche Wälder und die Schwimmblattgesell-schaften im See sind nur einige Beispiele dafür. Auch landwirtschaftlich genutzte Flächen können botanisch interessant sein, solange sie von (Über)-Düngung und zu häufiger Mahd verschont bleiben. Schon am Wegesrand wachsen Kräuter, die man als leckeres Wildgemüse, als gesunden Tee oder für ein erholsames Bad verwenden kann. Bei der abwechslungsreichen Wanderung werden Tipps zum Sammeln und Konservieren, Rezepte für Hauptgerichte, Nachspeisen und Getränke verraten. Für die, die es genau wissen wollen, gibt es auch Informationen über die Inhaltsstoffe der Pflanzen und den einen oder anderen Abstecher in die Geschichte der europäischen Kräuterheilkunde. Bitte feste Schuhe, Plastikbeutel und kleine Zettel zum Beschriften der gesammelten Pflanzen mitbringen. Zum Abschluss gibt es eine kleine Kostprobe.



Bei dieser Zeitreise durch die Ortsgeschichte der Wolfgangseegemeinde St. Gilgen wird von der ältesten Glashütte Salzburgs, die sich in St. Gilgen befand berichtet. Es wird ein Klöpplerhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem sich das Heimatkundliche Museum befindet besucht. Die Geschichte der Spitzenklöppelei die als Hausindustrie im 17. und 18. Jhdt. ausgeübt wurde wird mit anschaulichen Beispielen gezeigt. Ein weiteres Thema ist die „Bienensprache“ des Biologen und Nobelpreisträgers Karl von Frisch, im eigens dafür eingerichteten biologischen Kabinett. Beim Besuch der Pfarrkirche zum Hl. Ägydius wird über die Familie Pertl, Mozart und Sonnenburg interessantes erläutert.        Der Hl. Wolfgang, der für diese Gegend von höchster Bedeutung ist, wird natürlich auch nicht zu kurz kommen. Da St. Gilgen heute ein bekannter Tourismusort ist, wird die Geschichte von der Sommerfrische und deren Persönlichkeiten wie z.B. Theodor Billroth, Johannes Brahms, Marie von Ebner-Eschenbach, Marlene Dietrich u.s.w. spannend und humorvoll erzählt. Es wird eine bunte Mischung aus der Geschichte St. Gilgens sein, so dass für alle etwas dabei sein wird!









Der Tod des letzten Nördlichen Breitmaul-Nashorns sorgte 2017 weltweit für Schlagzeilen und nachdenkliche bis alarmistische Kommentare. Inzwischen ist das Insektensterben in aller Munde, denn dass viele unserer Nutzpflanzen ohne Bestäuber nicht existieren können, gibt auch jenen zu denken, die nicht als „notorisch grün“ verschrien sind. Doch die meisten Organismen, deren Verschwinden keine unmittelbaren wirtschaftlichen Konsequenzen hat, sterben still und leise aus. Viele von ihnen haben es noch nicht einmal in die wissenschaftlichen Lehrbücher geschafft: Sie verschwinden unbemerkt, unbeobachtet, unkartiert und ungeprüft auf ihr ökonomisches und ökologisches Potential von unserem Planeten und niemand weint ihnen eine Träne nach.

Wo stünde die Medizin heute, wenn der natürliche Lebensraum des Schimmelpilzes Penicillium zerstört worden wäre, bevor Alexander Flemming die Art entdeckte?

Massiv greifen wir in das evolutionär austarierte Gleichgewicht der Natur ein, verändern Boden, Wasser und Luft, ohne uns darum zu kümmern, was wir mit diesen Eingriffen bewirken.

Die Vielfalt der Arten, der Austausch, die Wechselbeziehungen über alle Grenzen hinweg, ist Thema des Seminars. 

Beispiele aus Pflanzen-, Tier- und Pilzreich illustrieren das Netzwerk der Biodiversität, dem wir Menschen uns nicht entziehen können.


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© Andreas Deusch 2018