Spezial                                          

_DSC0505

Unzählige bayerische Herzöge, Kurfürsten und Könige bewohnten über vier Jahrhunderte die Münchner Residenz. Sie waren es, die aus einer einfachen spätmittelalterlichen Wasserburg den „schönsten, heitersten und weitläufigsten Palast der ganzen Welt“ machten. Der gleiche begeisterte Besucher bemerkte 1673, der Palast sei „eher eine ganze Stadt als ein einziges Gebäude“. Und so erscheint es noch heute! Die geradezu labyrinthische Residenz mit ihren üppigen Festsälen, weitläufigen Wohnappartements und prächtig dekorierten Kapellen ist steingewordenes Zeugnis einer der ältesten europäischen Fürstendynastien, der Wittelsbacher. Mobiliar und Gemälde, Bildteppiche, Skulpturen, religiöse Devotionalien und ganz besonders die Schatzkammer mit ihren einzigartigen Zeugnissen fürstlicher Sammellust und tiefempfundener Religiosität geben in seltener Anschaulichkeit einen Eindruck von der historischen und künstlerischen Bedeutung der Münchner Residenz und ihrer Bewohner. Neben einer angemessenen Residenz war seit dem 16. Jahrhundert eine „Kunstkammer“ ein unverzichtbares Requisit fürstlicher Repräsentation. Hier konnte man dem staunenden Gast seine Sammlung von Kunstwerken und Kuriositäten zeigen und damit Status und Bildung verdeutlichen. Mit dem Erwerb einer Antikensammlung und einer Münzkollektion setzt unter Herzog Albrecht V. (1528-79) die Entstehung der Wittelsbachischen Kunstkammer ein. Seine Nachkommen tragen mit ihren Erwerbungen von edelstein- und elfenbeinbedeckten Prunkmöbeln, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Bronzeskulpturen und anderen Extravaganzen zum Ausbau der Sammlung bei. Vormittags besuch der Residenz mit Grottensaal, Antiquarium, „Reiche Zimmer“ und Schatzkammer, nachmittags Besuch des Bayerisches Nationalmuseum mit Beständen der Wittelsbachischen Kunstkammer.





Stadtmauern schützten über Jahrhunderte die Bewohner*innen von Salzburg. Besonders im 30-jährigen Krieg wurde der Mauerring erweitert, die Stadtberge skarpiert und sternförmige Wälle und Sperrringe errichtet. Von diesen Anlagen ist nur mehr wenig erhalten, denn im 19. Jahrhundert wurden diese Befestigungen zur Verteidigung nicht mehr gebraucht und als Einengung der Stadt empfunden. In vielen Städten Europas baute man die Bastionen zurück, schüttete die Gräben zu und riss Tore ab, so auch in Salzburg.

Wir beginnen unsere Erkundungstour vor dem Kapuzinerkloster - als Teil der Befestigungsanlage – und verschaffen uns einen Überblick über den Verlauf der drei Stadtmauern. Im Anschluss wandern wir über die Imbergstiege zum Mirabellgarten, wo noch Reste der Bastionsanlage erhalten sind. Über den Müllnersteg geht es zum Klausentor und in die linke Altstadt, die auch noch Reste der beiden ersten Stadtmauern verbirgt bis zum Michaelator nach Nonntal.













Vor 10.000 Jahren, am Ende der Würm-Eiszeit, war das Voralpenland zum großen Teil mit Wasser bedeckt. Mit der allmählichen Erwärmung des Klimas entwickelten sich in den flacheren Bereichen erste Sümpfe und Moore.

Auf unserer Wanderung beschäftigen wir uns mit folgenden Themen:Wie entsteht ein Moor und wie „wächst“ es? Wo lebt der Sonnentau und warum „frisst er Fleisch“? Was ist Torf und wird er heute noch abgebaut? Welche Bedeutung kommt den Mooren beim Schutz unseres Klimas zu? Was geschah im Schönramer Filz während des Zweiten Weltkriegs? Mit Becherglas und Lupe erkunden wir an diesem Nachmittag die Pflanzen- und Tierwelt. Heilkräuter und Pilze werden von der Biologin Dr. Ute Künkele, die ihre Doktorarbeit über den Schönramer Filz geschrieben hat, natürlich auch gezeigt.

Die Führung findet bei fast jedem Wetter statt, festes Schuhwerk wird empfohlen. Auch Ferngläser können nützlich sein.


* Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2020