Spezial                                          

DSC 1184

Der Tod des letzten Nördlichen Breitmaul-Nashorns sorgte 2017 weltweit für Schlagzeilen und nachdenkliche bis alarmistische Kommentare. Inzwischen ist das Insektensterben in aller Munde, denn dass viele unserer Nutzpflanzen ohne Bestäuber nicht existieren können, gibt auch jenen zu denken, die nicht als „notorisch grün“ verschrien sind. Doch die meisten Organismen, deren Verschwinden keine unmittelbaren wirtschaftlichen Konsequenzen hat, sterben still und leise aus. Viele von ihnen haben es noch nicht einmal in die wissenschaftlichen Lehrbücher geschafft: Sie verschwinden unbemerkt, unbeobachtet, unkartiert und ungeprüft auf ihr ökonomisches und ökologisches Potential von unserem Planeten und niemand weint ihnen eine Träne nach.

Wo stünde die Medizin heute, wenn der natürliche Lebensraum des Schimmelpilzes Penicillium zerstört worden wäre, bevor Alexander Flemming die Art entdeckte?

Massiv greifen wir in das evolutionär austarierte Gleichgewicht der Natur ein, verändern Boden, Wasser und Luft, ohne uns darum zu kümmern, was wir mit diesen Eingriffen bewirken.

Die Vielfalt der Arten, der Austausch, die Wechselbeziehungen über alle Grenzen hinweg, ist Thema des Seminars. 

Beispiele aus Pflanzen-, Tier- und Pilzreich illustrieren das Netzwerk der Biodiversität, dem wir Menschen uns nicht entziehen können.



Wer hat sich das nicht schon in einer Kirche vor einem Bild oder einer Statue gefragt. Woran kann man die Dargestellten denn erkennen? Die Heiligen werden (fast) immer mit für sie kennzeichnenden Gegenständen (Attributen) abgebildet, so z.B. die hl. Barbara mit einem Turm, der hl. Florian mit einem Wassereimer. Diese Attribute leiten sich von den Legenden her, in denen von ihrem heiligmäßigen Leben und Sterben berichtet wird. Leider sind diese Attribute oft nicht eindeutig, manche Heilige haben ein Dutzend und mehr Attribute, manche in verschiedenen Regionen unterschiedliche Attribute und viele Heilige haben dieselben. Außerdem gibt es unzählige Heilige, eine genaue Zahl kann nicht einmal die Kirche nennen; Schätzungen gehen von 15.000 bis 20.000 Heiligen aus. Ziel dieser Veranstaltung ist, einen Überblick über diese immense Vielfalt zu verschaffen und die bei uns am häufigsten dargestellten Heiligen mit ihren Attributen und Legenden kennenzulernen.


"Margarethe mit 'm Wurm, Barbara mit 'm Turm und Katharina mit 'm Radl, sind unsere drei heiligen Madl."

4E, Fr. 01.03.2019, 14.00 - 18.00, Salzburger Bildungswerk

Nach einer Übersicht über die in unserer Region beliebtesten und am meisten verehrten weiblichen Heiligen mit ihren Attributen wird bei einigen detailliert eingegangen auf ihre Legenden, auf ihre Patronate, auf ihre Geschichte im Volksglauben, ihre Beispiel- und Vorbildfunktion, sowie darauf, wofür sie angerufen und um Hilfe ersucht werden. Ebenso werden auch die Szenen und Zusammenhänge aufgezeigt, in denen sie häufig dargestellt sind.


"Heiliger Sankt Florian, lass mein Haus steh'n, zünd 's andere an."

4E, Fr. 08.03.2019, 14.00 - 18.00, Salzburger Bildungswerk

Die männlichen Heiligen sind ebenso durch Attribute gekennzeichnet, die sowohl auf ihre Vita als auch auf ihre spezifische Hilfe verweisen, für die sie angerufen werden. Wie schon bei den weiblichen Heiligen werden ihre manchmal sehr heftigen Legenden über ihr heiligmäßiges Leben und Sterben dargestellt, sowie auf ihre Bedeutung für den Volksglauben eingegangen. Schließlich werden noch die oft vorkommenden Darstellungen mit sowohl weiblichen als auch männlichen Heiligen besprochen.

Bei diesem Seminar ist es nach Anmeldung auch möglich Einzelveranstaltungen zu besuchen.         Preis pro Einzelveranstaltung: 4E € 25.-



Auf Anregung aus dem Teilnehmerkreis der letzten Heilkräuter- und Pflanzenwanderung bietet Dr. Ute Künkele eine Kräuterexkursion mit kulinarischem Schwerpunkt an. Ausgangspunkt ist das ehemalige Kloster Höglwörth mit seiner Rokokokirche, gelegen auf einer Halbinsel im Höglwörther See bei Anger.

Von Streuwiesen mit Orchideen über Hochstaudenfluren und artenreiche Mischwälder bis hin zu Röhrichtbeständen und Schwimmblattgesellschaften bietet das malerische Ramsauertal eine große Vielfalt unterschiedlicher Biotope. Oft schon am Wegesrand wachsen zahlreiche Kräuter, die sich zu einem leckeren Aufstrich verarbeiten lassen. Manche eignen sich auch für ein Wildgemüse, einen aromatischen Tee oder sogar als Badeessenz. Bei dem abwechslungsreichen Spaziergang wird nicht nur Artenkenntnis vermittelt. Die Teilnehmer erhalten Tipps zum Sammeln und Konservieren, Rezepte für Hauptgerichte, Nachspeisen und Getränke, sowie Informationen über die Inhaltsstoffe der gefundenen Kräuter. Gemeinsam bereiten wir mit den gesammelten Kräutern kleine Leckerbissen zu. Bitte feste Schuhe, Plastikbeutel und kleine Zettel zum Beschriften der gesammelten Pflanzen und Trinkglas oder Becher mitbringen.












Wals, das größte Dorf Österreichs, der Gemüsegarten Salzburgs und begehrter Industriestandort stellt sich und seine Geschichte vor.

Die Ortsgemeinde Wals-Siezehenheim kann, belegt durch Funde, auf eine durchgehende Besiedlung seit der Jungsteinzeit zurückblicken. Im neu aufgestellten Museum Bachschmiede wird ein geschichtlicher Überblick von der Eiszeit bis heute geboten. Besonderes Hauptaugenmerk liegt auf der berühmten römischen Palastvilla von Loig.

Nach einem Museumsrundgang und detaillierten Informationen zur Villa Loig zeigt ein Ortsspaziergang mit Heimatforschern bekannte und unbekannte Schätze der Gemeinde.
















Wir beginnen unsere Wanderung beim Heimatkundlichen Museum in St. Gilgen, in dem einst die Klausner vom Falkenstein wohnten. Hier hat man die Gelegenheit das berühmte „Wolfgangiflaschl“ zu erwerben (€40.-) welches man nach altem Wallfahrerbrauch am Falkenstein mit dem Heilwasser befüllen kann. Unsere Wanderung führt uns über Brunnwinkl, dem Sommerdomizil des Nobelpreisträgers Karl von Frisch, am Ufer des Wolfgangsees entlang bis nach Fürberg. Von da aus steigen wir den steilen Weg zur Falkensteinkirche hinauf. (Gutes Schuhwerk!) Dort tauchen wir in die Geschichte eines vorchristlichen Kult- und Kraftplatzes ein. Augustin Kloiber vom Heimatkundlichen Museum und Archiv für Ortsgeschichte St. Gilgen, lässt die Legenden und Sagen um den Hl. Wolfgang durch Bildmaterial und Texte in spannender Weise lebendig werden. Alte Wallfahrerrituale, wie Bußsteine, Schliefstein, Wunschglocke, Wolfgangiwasser, Hacklwurf u.s.w. werden erklärt und können praktiziert werden. Die dazugehörigen Teufelsgeschichten dürfen natürlich auch nicht fehlen! Weiters wird über die archäologischen Grabungsergebnisse der letzten Jahre durch die Universität Wien informiert. Ziel unserer historischen Wanderung ist natürlich das Hauptheiligtum, die Wallfahrtskirche in St. Wolfgang, die ab dem 14. Jahrhundert zu den wichtigsten vier Wallfahrtsstätten in Europa zählte. Nach der Kirchenführung, bei der der weltberühmte Flügelaltar von Michael Pacher aus dem Jahre 1481, weiters die Kunstwerke Guggenbichlers und Schwanthalers bewundert werden können, fahren wir mit dem Schiff wieder zurück nach St. Gilgen. Das leibliche Wohl wird auch nicht zu kurz kommen, da wir zwischendurch einkehren werden.


* Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2019