Erdgeschichte

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Auf den Spuren der Eiszeit im Salzburger Flachgau

Anhand ausgewählter Aussichtspunkte und Aufschlüsse wird die Geschichte der quartären Vereisung im Alpenvorland aufgezeigt. Sowohl weite Ausblicke als auch detaillierte Innenansichten führen zu einem gesamtheitlichen Bild der Geschichte der Würm-Eiszeit und ihrer Vorgänger. Die angegebenen Aufschlusspunkte werden den Witterungsbedingungen angepasst.

Die Exkursion erfolgt mit dem PKW in Fahrgemeinschaften. An mehreren Haltepunkten wird die Geologie, Tektonik, Gesteine und Landschaftsbildung erklärt. Gerne sind wir bei der Vermittlung einer Mitfahrgelegenheit behilflich.

Halt 1: Kaiserbuche, Haunsberg - Überblick über den würmzeitlichen Salzachgletscher, kurzer Spaziergang in den Bereich der Radarstation, Halt 2: Schleedorf - Egelseen und Würm-Endmoräne, Halt 3: Tiefsteinklamm - Moräne, Zwischeneiszeit und Grundwasser, Halt 4: Mattsee, Weyerbucht - Gletscherschliff Schlossberg (Helvetikum), Halt 5 (optional): Teufelsgraben Seeham - Wanderung: Würmzeitliche Grundmoräne und präquartärer Untergrund (Helvetikum) - auf Wunsch und je nach Zeit auch noch Besuch der Kugelmühle.




Exkursion in den Mittelabschnitt der Nördlichen Kalkalpen                                (Mesozoikum des Salzkammerguts)

Die Gesteine aus dieser Zeit, welche sich vor 250 bis 66 Millionen Jahren bildeten, entstanden etwa in der geographischen Breite des heutigen Sudans. Im Dachsteinkalk finden wir nicht nur Rifforganismen (Schwämme, Korallen) und den dazugehörigen Lagunenablagerungen Megalodonten („Kuhtrittmuscheln“). Mit Ende des Perms, dem Ende des Erdaltertums (Paläozoikums), vor 252 Millionen Jahren, starben etwa 90% aller Tier und Pflanzenarten aus. Obwohl in der Unter-Trias (252,2-247,2 Millionen Jahre) keine einzige Koralle bekannt wurde, beginnt ab der Mittel-Trias die Entwicklung der Riffe, die in der Obertrias eine weltweite Verbreitung zeigt um mit Ende der Trias fast vollständig zu verschwinden. Erst im Ober-Jura und der unteren Kreide kommt es wiederum zu einem ausgedehnten Riffwachstum. Die mögliche Ursachen und Zusammenhänge mit der Plattentektonik werden erörtert. Wir werden auch die unterschiedlichsten Typen der Hallstätter Zone kennenlernen, so z.B. die obertriadischen Zlambach-Mergel bei Lupitsch, wo wir 200-235 Millionen Jahre alte Korallen sammeln können. Die aus der oberen Kreide; ca. 100 Millionen Jahre alten Gosauablagerungen am Pass Gschütt zeigen uns die Kräfte der Gebirgsbildung, welche die Alpen hochgefaltet haben. Die Exkursion in unsere tropische Vergangenheit wird Aufschluss über Werden und Vergehen von Gebirgen und Lebewesen geben. Die Exkursion erfolgt mit dem PKW in Fahrgemeinschaften. Eine Mittagspause ist geplant. An mehreren Haltepunkten wird die Geologie, Tektonik, Gesteine und gefundene Fossilien erklärt.






Sonderveranstaltung:

Salzachkiesel - ein alpines Puzzle

Die Salzach fließt auf ihrem Weg von ihrer Quelle bis nach Laufen Gesteine durch die geologischen Zonen der Zentralalpen, der Grauwackenzone, der Kalkalpen, des Flyschs und des Helvetikums. Dabei nimmt sie den Schutt all dieser Zonen mit und lagert sie auch am Gleithang in der Salzachschleife bei Laufen für den Menschen zugänglich ab. Man kann sich hier bequem (fast) die ganze „Speisekarte“ der verschiedenen Gesteine zusammensuchen und sich so einen Überblick über den groben Gebirgsbau im Süden von Laufen verschaffen.

Ziel der Exkursion ist es, die wichtigsten typischen Gesteine der einzelnen geologischen Zonen anhand ihrer Gerölle kennen zu lernen. Es werden die wichtigsten allgemein verfügbaren Bestimmungshilfen angewendet. Im Anschluss an dieses Kennenlernen der Gesteine besteht die Möglichkeit, einzelne Gerölle auf Glasplatten per Hand plan anzuschleifen und zu polieren. Die so behandelte Fläche wird zwar nur einige Quadratzentimeter messen, aber neue Einsichten in manches Gestein ermöglichen.

Bitte Hammer (ideal 500 Gramm) und Lupe (ca. 10-fach) mitbringen. Kleidung je nach zu erwartender Witterung.



* Änderungen vorbehalten


Partner: www.museum-siegsdorf.de




© Andreas Deusch 2020