Tiroler Oberland

Burg Landeck


Das Tiroler Oberland umfaßt im wesentlichen die Bezirke Imst und Landeck, also das Oberinntal mit seinen Nebentälern von Telfs bis zur Schweizer Grenze. Die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung dieses an sich kargen Tiroler Landesteils ist auf den seit vorrömischer Zeit florierenden Handelsverkehr zurückzuführen, der Maut- und Zolleinnahmen garantierte, die wiederum Burgen- und Kirchenbauten ermöglichten. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Zisterzienserstift Stams, das durch Jahrhunderte ein kulturelles Zentrum war, zahlreiche bedeutende Künstler beschäftigte und das heimische Kunstschaffen im weiten Umkreis beeinflußte. Besonders bemerkenswert ist die auffallend hohe Zahl an Oberländer Künstlerpersönlichkeiten, die sich vor allem auf dem Gebiet der Bildhauerei auch international einen Namen machten. Heute ist das Tiroler Oberland ein Zentrum des Fremdenverkehrs, der zahlreiche Ortsbilder bestimmt; die beiden Bezirke melden 15 Millionen Nächtigungen pro Jahr.


PROGRAMM:*

1. Tag, Donnerstag, 10. Juni 2021

Anreise nach Imst: Abfahrt - Einstiegsstellen nach Imst (Bus Schwaiger Schönau am Königssee). 07:00 Hallein Pernerinsel - Großer Parkplatz beim Kreisverkehr, 07:15 P + R Salzburg Süd, 07:30 Stadion Klessheim, 07:40 Piding Burgerking, 08:05 Schweinbach Landkaufhaus Mayer / Weitere Einstiegsstellen z.B. Park & Ride Rosenheim auf der Strecke in Absprache möglich.

Nach einer Kaffeepause Weiterfahrt nach Rietz zur Antoniuskirche (Wallfahrtskirche, größte Antoniuskirche Tirols mit Fresken von J. M. Strickner) und zum Kalvarienberg (malerische Anlage mit sechs Sakralbauten). Weiterfahrt nach Stams, wo wir zuerst die großartige Pfarrkirche (altes Johannesheiligtum, erstklassige Ausstattung mit Fresken von F. A. Zeiller und Altären von J. Reindl) und danch das Zisterzienserstift Stams besuchen, eine monumentale Klosteranlage von außerordentlicher kultur- und kunstgeschichtlicher Bedeutung. Wir besichtigen die Stiftskirche (romanischer Kern, Umbau durch G. A. Gumpp, Hochaltar von         B. Steinle, Fresken von J. G. Wolker, Schnitzarbeiten von A.Thamasch, A. Kölle und J. Reindl, berühmte Schmiedeeisengitter und Holzintarsien, Österreichische Grab, Hl. Blut-Kapelle u.v.m.), den Bernardisaal (vollständig ausgemalt mit Musikgalerie) und das reich ausgestattete Stiftsmuseum. Das Mittagessen nehmen wir in der Orangerie des Klosters ein. Anschließend fahren wir über Silz (vollständig erhaltener neuromanischer Prachtbau) und Roppen (Jugendstilkirche) nach Imst, wo wir – wenn es die Zeit erlaubt – zum Laurenzibergl wandern (mit frühchristlicher Saalkirche und manieristischer Kalvarienbergkapelle).                       Weiterfahrt zu unserem im Zentrum von Imst gelegenen ***Hotel und beziehen der Zimmer.


2. Tag, Freitag, 11. Juni 2021

Erster Programmpunkt am zweiten Tag ist Fließ mit dem Besuch der dortigen Pfarrkirche (frühbarocke Ausstattung, Unterkirche mit archäologischen Ausgrabungen) und des Museums, das zahlreiche bronzezeitliche Fundstücke zu bieten hat und den einst bedeutenden Weg der via claudia augusta dokumentiert. Im Anschluss geht es weiter zur wildromantisch gelegenen Burg Finstermünz, einer aus mehreren mittelalterlichen Gebäuden bestehende Talsperre, malerische Anlage (Sigmundseck, Torbau, Innbrücke, Kapelle, Festungsmauern). Nach der Mittagspause Besichtigung der Liebfrauenkirche in Stuben (Bau von 1470 mit spätgotischen Fresken und Flügelaltar von Jörg Lederer) und Fahrt zum Sonnenplateau Ladis, Fiss, Serfaus (dort Besuch der uralten Wallfahrtskirche Unsere liebe Frau im Walde). Den Schlusspunkt dieses zweiten Tages setzt die Kirche Maria Kaltenbrunn im Kaunertal, der größte Wallfahrtsort im Tiroler Oberland mit einer reichen, wertvollen Ausstattung (im Zentrum steht die casa santa mit dem Gnadenbild).


3. Tag, Samstag, 12. Juni 2021

Wir besichtigen mit der mächtigen dreigeschossigen Pfarrkirche und der gotischen, mit modernen Wandmalereien ausgestatteten Michaelskapelle die zwei zentralen sakralen Baudenkmäler von Imst. Danach fahren wir nach Pians im Stanzertal zur dortigen Margarethenkapelle, die durch ihre qualitätvollen gotischen Fresken und den figurenreichen Altar Michael Lechleitners (1648) überrascht. Im Anschluss geht es nach Landeck, wo der Besuch der eben erst restaurierten großen Pfarrkirche (mit dem Schrofensteiner-Altar) und der Burg Landeck (eindrucksvolle Innenräume, gotische Flurhalle, Schlosskapelle, Heimatmuseum) auf dem Programm steht. Bei der Rückreise ist ein kurzer Abstecher nach Locherboden bei Mötz und die Fahrt über das reizvolle Mieminger Plateau vorgesehen. Über Telfs geht es dann zur Autobahn und über Innsbruck wieder zurück nach Salzburg (Hallein). Kleine Änderungen (wegen Wetter oder Restaurierungen) sind nicht ausgeschlossen.

Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2020