Rom

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Rom – frühchristliche und mittelalterliche Kunst in der „Ewigen Stadt“

Die Bedeutung Roms für die Geschichte des Frühchristentums ist von herausragender Bedeutung. Seit Petrus gibt es hier die unaufhörliche Sukzession der Päpste bis auf den heutigen Tag. In der Kunstgeschichte Roms ist die Zeit vom 3. bis zum 6. Jahrhundert von größter Bedeutung. Im Zuge der „interpretatio christiana“ entwickelte sich ein Transformationsprozess von der paganen Kultur in die christliche. Das Christentum prüfte die römische Kultur, Kunst und Philosophie für die eigenen Zwecke. Die christliche Kunst entstand sowohl in Aneignung wie auch Zurückweisung der Tradition. Auch die christliche Ikonographie musste sich erst noch herausbilden. So findet man in den Katakomben Bilder von Christus, die ihn als Hirten, Lehrer, Orpheus, Sonnengott und Fischer zeigen. Mit dem „Mailänder Toleranzedikt“ entstehen in der Zeit Kaiser Konstantins d. Gr. die ersten christlichen Kirchen im Rückgriff auf den Bautyp der römischen Basilika. Wie der Kaiser sollte auch Christus einen Thronsaal haben und so stellte man ihn auch bald als Herrscher in Mosaikzyklen, Fresken und Reliefs dar. Infolge der übermächtigen antiken Kunsttradition entwickelte sich die römische Kunst bis ins Mittelalter hinein in einer sehr spezifischen Weise. Die mittelalterlichen Päpste gaben ebenfalls prächtige und beeindruckende Werke in Auftrag. Weltberühmt sind beispielsweise die Pavimente und Kreuzgänge der Kosmaten. Ab dem 13. Jahrhundert arbeiteten bedeutendste Künstler wie Jacopo Torriti, Pietro Cavallino oder Giotto und Arnolfo di Cambio für die Stellvertreter Christi.

Die Hauptstadt der römischen antiken Republik, der Cäsaren und der Päpste war die „Mega-City“ der antiken Welt und das Zentrum eines Weltreiches. Die Dimensionen der „Ewigen Stadt“ sind gewaltig und in der Kapitale der „Römischen Wölfin“ gibt es über heute über fünfhundert bedeutende Monumente von der Antike bis in die frühe Moderne. Rom ist somit gewissermaßen die Welthauptstadt der Klassischen Kunstgeschichte. Selbst wenn man sich auf den Themenkreis dieser Reise konzentriert, ist es schier unmöglich, auf sechs Tage alles zu sehen. Auch auf dieser Romreise müssen wir uns auf die Hauptwerke konzentrieren. In dieser riesigen Metropole muss man „Maß nehmen“ und so führen wohlüberlegte Routen so zeit- und kraftsparend als möglich zu den großen Kunstwerken vom dritten Jahrhundert bis ins späte Mittelalter. Es befinden sich natürlich alle Patriarchalbasiliken im Programm: San Giovanni in Laterano, San Pietro in Vaticano, San Paolo fuori le Mura, Santa Maria Maggiore und San Lorenzo. Dazu reihen sich berühmteste Kirchen mit atemberaubenden Kunstwerken der frühchristlichen bis in die mittelalterliche Kunstgeschichte aneinander.

Ein Großteil der Faszination der „Città eterna“ erwächst aus der spannenden Tatsache, dass die meisten Monumente über mehrere Kunstepochen hinweg entstanden und immer wieder überformt und ergänzt wurden. Der künstlerische Reichtum erscheint somit schier unerschöpflich und die „Römische Wölfin“ hält auch für ihre besten Kenner immer wieder Überraschungen bereit. Somit werden unausweichlich Hauptwerke anderer Epochen auf die Gruppe warten und so soll – wenn auch mehr im Vorbeigehen – wenigstens kurz ihre Bedeutung geklärt werden.


PROGRAMM:*

1. Tag, Mittwoch, 02. November 2022

Anreise mit der Bahn (Meridian/EC/Frecciarossa) nach Rom: Salzburg ab 08:15 - Rosenheim - Bologna -  Roma Termini an 19:49 mit Sitzplatzreservierung und Speisewagen ab Rosenheim. Einstieg auf der Strecke in Absprache möglich. Danach mit dem Taxi zum Hotel in der historischen Innenstadt von Rom in der Nähe des Campo de Fiori und Einchecken im Hotel.


2. Tag, Donnerstag, 03. November 2022

Kallistus-Katakombe/ Domitilla-Katakombe/ San Lorenzo fuori le mura/ Santa Costanza (und Ruine Sant’ Agnese fuori le mura)


3. Tag, Freitag, 04. November, 2022

Vatikan/ Petersdom: Grotten von St. Peter (Grotte Vaticane), Petersdom: Museo Storico del Tesoro della Basilica di San Pietro (Sarkophag des Junius Bassus)/ Vatikanische Museen: Museo Pio Cristiano (Frühchristliche Kunst)/ Pinacoteca Vaticana (mittelalterliche Malerei); Vatikan: Petersdom und Petersplatz (Barock, Baugeschichte)/ Santo Spirito in Sassia


4. Tag, Samstag, 05. November 2022

San Giovanni in Laterano/ Santo Stefano Rotondo/ Santi Quattro Coronati/ Santi Marcellino e Pietro/ San Clemente/ Santa Francesca Romana/ SS. Cosma e Damiano/ Torre delle milizie


5. Tag, Sonntag, 06. November 2022

Santa Maria Maggiore/ Santa Pudenziana/ Santa Prassede/ Pantheon/ Santa Maria sopra Minerva


6. Tag, Montag, 07. November 2022

San Paolo fuori le mura/ Santa Sabina, Santa Maria Antiqua/ S. Maria in Cosmedin/ S. Giorgio in Velabro/ Palazzo Savelli (auf Teatro Marcello)/ S. Maria di Aracoeli (Kapitol)


7. Tag, Dienstag, 08. November 2022

Santa Cecilia in Trastevere/ Santa Maria in Trastevere/ Nachmittag Freizeit - z.B. Besuches der Nekropole im Vatikan (beschränkter Zugang, Tickets meist auf Monate ausverkauft)


8. Tag, Mittwoch, 09. November 2022

Mit dem Taxi zum Bahnhof Roma Termini und Rückreise mit der Bahn (Frecciarossa/EC/Meridian) nach Salzburg: Roma Termini ab 08:50 - Bologna - Rosenheim - Salzburg an 19:42 mit Sitzplatzreservierung und Speisewagen bis Rosenheim.


Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2022