Oman                                            

Weihrauch

Meer und Gebirge - Wadis und Wüsten - Erlebnis Nördlicher Oman

Das Sultanat Oman ist etwas mehr als dreimal so groß wie Österreich, hat aber etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung Österreichs und gilt als sehr sicheres und liberales  Reiseland. Noch zu Lebzeiten Mohammeds (570-632) gehörte das östliche Südarabien zum Islamischen Reich. Ähnlich wie das Fürsterzbistum Salzburg wurde auch der Oman, zwischen dem 8. und 18. Jhdt. als Theokratie geführt. Ab 1890 gehörte das Gebiet zum britischen Protektorat „Maskat und Oman“. Die ständig auflebenden Machtkonflikte zwischen Sultan und Imam fanden 1957, mit der Vertreibung des Imams ihr Ende. Die einzelnen Stämme, etwa an die hundert, lebten über Jahrhunderte weitgehend isoliert. Bedingt durch die Vielfalt der Landschaften, sind auch unterschiedliche Lebensweisen entstanden auf die der in Maskat residierende Sultan, nur wenig Einfluss hatte.

In Dhofar, dem südlichen, seit 1905 zum Staatsgebilde gehörigen Teil des Landes, brach 1963 ein erbitterter Kampf zwischen Rebellen und Sultan aus. Die Rebellen erhielten Unterstützung von der Sowjetunion und Kuba, vor allem aber von der Volksrepublik Jemen, während der Sultan von Großbritannien unterstützt wurde. Auf Anraten der Briten machte Sultan Kabus Ibn Said einen Staatsstreich gegen seinen Vater, der sein Land vierzig Jahre von äußeren Einflüssen völlig abgeschirmt hatte. Der neue Herrscher nutzte die Einnahmen der seit den 1970er Jahren begonnenen Ölexporte und änderte in kurzer Zeit die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. So hat sich der Oman von einem stark rückständigen zu einem moderat wohlhabenden Staat gewandelt. Die traditionellen Konflikte mit den Stämmen haben aufgehört und eine Öffnung des Landes wurde eingeleitet. Innerhalb der nächsten sieben Jahre räumten die Briten ihre Stützpunkte. 

Der Oman bietet ein Naturerlebnis sonders gleichen das voll von faszinierenden Gegensätzen ist. Von der mondänen Haupt- und Hafenstadt Muskat geht es längs der landschaftlich einzigartig schönen Nordostküste dem Al Hadschar Gebirges entlang. Mit Geländeautos erkunden wir einige der Wadis. Angekommen in der Hafenstadt Sur können wir in einer der Dhau-Werften sehen, wie man über Jahrhunderte die traditionsreichen Holzboote (Sambuq, Shu’i) fertige. Ab den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts kam der Holzbootbau allerdings immer mehr zum Erliegen.

Einen besonderen Höhepunkt stellt die Wüste dar. Die beeindruckenden Wahiba Sands werden einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen. „Wasser wäscht den Körper, die Wüste aber wäscht die Seele“ sagt ein altes arabisches Sprichwort. Dieser Wüstenabschnitt gehören zur Rub al Khali, der größten Sandwüste der Welt.

Weiter führt uns die Reise nach Nordwesten, in die beeindruckenden Gebirgszüge des Jebel Schams (3.028 m). Am Fuss des Jebel Akhdar, des „Grünen Berges“, befinden sich die alten, geschichtsträchtigen Hauptstädte mit ihren beeindruckenden Forts. Nizwa wurde 751, unter dem ersten ibaditischen Imam Landeshauptstadt bis im 12. Jhdt. als es von Bahla abgelöst wurde. Bahla, auf einem Hügel errichtet, ist von einer bis zu 5 m hohen und 13 km langen Lehmmauer umgeben, der längsten des Omans. Dort befindet sich auch das größte Lehmfort des Landes. Beiden Städte zählen zu den sehenswertesten Ortschaften des Omans. 

Im 17. Jhdt. war Nizwa, zwar nicht mehr Hauptstadt, dennoch  ein blühendes Zentrum von Religion, Philospophie, Kunst und Handel. Die Sultan-Qaboos-Moschee darf man hier übrigens auch als Nichtmuslim betreten. Der östliche Souq in Nizwa ist zwar klein und überschaubar und zeigt noch unverfälscht altorientalische Tradition, während der West-Souk bereits restlos renoviert ist. Der monumentale Festungsturm von 35 m Höhe, der mächtigste Turm Omans, überragt die gesamte Oase. Im Bezirk von Nizwa befinden sich mehr als vierzig Oasen und Dörfer die von über 500 Jahre alten Falaj-Kanälen mit Wasser versorgt werden.

Von Nizwa aus geht es in die beeindruckende Gebirgswelt des Jabal al Akhdar, ein weiterer Höhepunkt unserer Reise und das nicht nur der Höhe nach. Atemberaubende Ausblicke auf tiefe Canyons und pittoreske Bergdörfer hinterlassen unvergessliche Erinnerungen.

Auf unserer Fahrt - nicht selten abseits sonstiger tourisitischer Routen - lernen wir Natur und Leute kennen die ebenfalls so vielfältig wie die Landschaft sind.


PROGRAMM:*

1. Tag, Samstag, 15. Februar 2020

Anreise in den Oman: Abfahrt - Einstiegsstellen Flughafentransfer München (Bus Schwaiger Schönau am Königssee)  15.00 Hallein Pernerinsel - Großer Parkplatz beim Kreisverkehr, 15:15 P + R Salzburg Süd/ 15:30 Stadion Klessheim/ 15:40 Burgerking Piding/ 16:05 Schweinbach Landkaufhaus Mayer. Weitere Einstiegsstellen auf der Strecke in Absprache möglich.

Flug München (MUC) ab 21:45. (2 Gepäckstücke zusammen max. 30kg, 1 Handgepäck max. 7kg)


2. Tag, Sonntag, 16. Februar 2020

Ankunft in Muscat   F|-|A

Nach Ankunft am Flughafen Muscat (MCT) um 07:05 Uhr und nach Erledigung der Einreiseformalitäten werden wir von unserer örtlichen deutschsprachigen Reiseleitung empfangen. Wir starten den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück im Levatio Hotel Muscat, bevor wir zu den ersten Besichtigungen aufbrechen. Die Gruppe beginnt die Stadtrundfahrt in Muscat mit der Besichtigung der Großen Moschee (Dresscode beachten!), der größten und sehenswertesten Moschee des Landes. Durch das Botschaftsviertel geht es weiter nach Muttrah. Hier besuchen wir den lebhaften Fisch- und Gemüsemarkt. Entlang der Corniche und über den Ryam-Pass fahren wir in die Altstadt von Muscat, wo sich der Sultanspalast befindet. Das Bait al Zubair-Museum, das einen Einblick in das kulturelle Erbe des Landes vermittelt steht auf unserem Programm bevor wir gegen 14:00 Uhr das Al Falaj Hotel erreichen und nach dem Check In Freizeit haben. Um 19:00 Uhr werden wir in der Lobby des Hotels abgeholt und werden zum Restaurant Bait al Luban für ein omanisches Abendessen gebracht.


3. Tag, Montag, 17. Februar 2020

Muscat – Wadi Arbaaen – Tiwi – Sur   F|M|-

Nach dem Frühstück im Hotel werden wir in Geländewagen am Hotel abgeholt und fahren nach Quriyat. Von hier aus machen wir einen Abstecher zum ca. 20 km entfernten Wadi Dayqah Damm, der größte Staudamm des Landes. Durch kleine Nebenstraßen geht es durch das Hajjar-Gebirge ins Wadi Al Arbaeen. Auf dem Weg können wir die wegen ihrer Form benannten ‚Mushroom‘ Felsen sehen. An den türkisblauen Wasserpools des Wadi Al Arbaeen haben wir die Möglichkeit uns abzukühlen. Weiter geht es zum Bimah Sinkhole, einen mit Wasser gefüllten Krater, der ein besonderes Naturschauspiel darstellt. Mittagessen im Sama Wadi Shab Resort und Fahrt ins landschaftlich reizvolle Wadi Tiwi, welches zu den schönsten Wadis des Landes gehört. Die Vegetation ist sehr üppig und bietet einen wunderbaren Kontrast zu den schroffen Felsen. Neben Palmen gedeihen im Wadi Tiwi auch Bananenstauden, Feigen- und Mangobäume, zwischen deren Zweige sich Vögel und Schmetterlinge tummeln. Anschließend geht es nach Sur, dem früheren Hafen für die Sklavenschiffe nach Ostafrika. Hier besuchen Sie die Dhau-Werft, wo bis heute die traditionellen Holzschiffe repariert werden. Übernachtung im Sur Plaza Hotel. 

Am Abend besteht die Möglichkeit ins ca. 65 km entfernte Ras al Jinz zu fahren, um die dortigen Schildkröten bei der abendlichen Eiablage zu beobachten.


4. Tag, Dienstag, 18. Februar 2020

Sur – Ras al Hadd – Jalan Bani Bu Ali – Waid Bani Khalid – Wahiba Sands   F|M|A

Nach dem Frühstück setzten wir die Rundreise fort. Als erster Besichtigungspunkt steht das Sunaysilah Fort, welches über der Stadt Sur gelegen ist auf unserem Programm. Weiter geht es über Ras al Hadd nach Jalaan Bani Bu Ali, wo an der sehenswerten 500 Jahre alten Al Hammouda Moschee ein Stopp eingelegt wird. Weiter geht es in das Wadi Al Batha und das weit bekanntere Waid Bani Khalid, bevor wir in die Wüste aufbrechen. Mittagessen in einem lokalen Restaurant. Die „Wahiba Sands“ ist ein Gebiet das auf 15.000 km2 mit Sanddünen bedeckt ist. Die imposante Inlandwüste erstreckt sich ca. 250 km von Norden nach Süden und ca. 80 km von Osten nach Westen. Sie war 1985 auf Grund ihrer guten Zugänglichkeit Forschungsobjekt für Wissenschaftler. Es erwartet uns eine aufregende Fahrt quer durch die Dünen bevor wir das Wüstencamp erreichen, wo wir die Ruhe und Stille der weiten Landschaft genießen können! Am Abend erwartet uns ein typisches Abendessen unter dem Sternenhimmel. Abendessen und Übernachtung im Safari Desert Camp.


5. Tag, Mittwoch, 19. Februar 2020

Wahiba Sands – Mudayrib – Izki – Nizwa   F|M|-

Vor dem Frühstück haben wir die Möglichkeit zu einem einstündigen Kamelritt über die Dünen bei Sonnenaufgang. Frühstück im Camp und Fahrt in Richtung Nizwa. Unterwegs sehen wir im Dorf Al Mudayrib einige gut erhaltene Lehmbauten. Der historische Ortskern ist umgeben von kleinen Hügeln mit weithin sichtbaren Wachtürmen. In Izki besichtigen wir die Bienenkorbgräber, bevor Sie Nizwa, Ihr heutiges Tagesziel erreichen. Mittagessen unterwegs in einem lokalen Restaurant. Übernachtung im Golden Tulip Nizwa Hotel.


6. Tag, Donnerstag, 20. Februar 2020

Nizwa – Bahla – Jabrin – Al Hamra – Jebel Shams   F|M|A

Nach dem Frühstück besuchen wir die alte Hauptstadt Omans mit ihrer wunderbar restaurierten Altstadt, der sehenswerten Festung und dem quirligen Souk. Hier findet am Freitag immer der traditionelle Tiermarkt statt. Ein Jahrhunderte altes Ereignis, das  hautnah miterlebt werden kann. Die Fahrt geht weiter nach Bahla, das bekannt ist für seine Töpfereien und das eindrucksvolle alte Lehmfort, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Anschließend sehen wir in Jabrin eine der schönsten Festungen des Landes, deren Gebäude ursprünglich als Wohnpalast des Imam dienten. Im Inneren befindet sich eine Reihe von interessanten Deckenmalereien. In Bait al Saffah erhalten wir im „lebendigen Museum“ Einblicke in das frühere Leben der Omanis. Mittagessen im Isfah Old House Restaurant in Misfah al Abriyeen. Nach dem Mittagessen unternehmen wir einen Spaziergang durch das Dorf, auf dem wir mehr über die traditionelle Bauweise der Omanis lernen. Der alte Ortskern der idyllischen Bergoase ist komplett aus Naturstein gebaut. Immer wieder sehen wir die ausgeklügelten ‚Falaj‘ Bewässerungskanäle. Nach der Besichtigung fahrt durch das Wadi Ghul hinauf auf den höchsten Berg Omans, den Jebel Shams. Auf einem 2.000 Meter hohen Plateau kann man die fantastische Aussicht in den ca. 1.000 Meter tiefen Grand Canyon Omans genießen. Abendessen und Übernachtung im Sama Heights Resort.


7. Tag, Freitag, 21. Februar 2020

Jebel Shams – Al Hoota Höhlen – Jebel Akhdar – Nizwa   F|M|-

Nach dem Frühstück haben wir Gelegenheit zu einer kleinen Wanderung auf dem Plateau. Über Al Hamra und Tanuf fahren wir bergab und besichtigen die Al Hoota Tropfsteinhöhle, am Fuss des Jebel Shams, das zweitgrößte Höhlensystem im Oman. Zurück in Nizwa Mittagessen. Nach dem Mittagessen besuchen wir den alten Stadtteil von Birkat al Mouz, der verlassen inmitten der Oase liegt. Auf einem kleinen Spaziergang können wir die Ortschaft mit der Festung erkunden. Weiter geht es in Richtung Jebel Akhdar, was aus dem arabischen Übersetzt ‚Grüner Berg‘ heißt, wobei die Hänge ohne jegliche Vegetation in den Farben Grau, Braun und Rot leuchten. Der Name der kargen Felslandschaft kommt vielmehr von Terrassenfeldern, auf denen, Dank weniger Niederschläge und dem Bewässerungssystem ‚Falaj‘, Obst und Gemüse angebaut werden kann. Rückfahrt nach Nizwa für die Übernachtung. Übernachtung im Golden Tulip Nizwa Hotel.


8. Tag, Samstag, 22. Februar 2020

Nizwa – Shorfet al Aalamin – Waid Sahtan – Rustaq – Muscat   F|M|- 

Nach dem Frühstück beginnt die Rückfahrt nach Nizwa durch das Gebirge. Nach einer spektakulären Fahrt über Shorffet al Aalamin, kommen wir über eine Schotterpiste nach Bilad Sayt durch die großartige Bergwelt des Hajjar-Gebirges. Die idyllische Bergoase Bilad Sayt ist seit mehr als 3.000 Jahren bewohnt. Lebensgrundlage dafür sind die ergiebigen Wasserquellen, die hier zu finden sind. Durch den Talkessel des Wadi Sahtan geht es weiter nach Rustaq, wo wir einen Fotostopp an der Festung Qala’at al-Qesra machen. Weiterfahrt nach Muscat. Mittagessen in einem lokalen Restaurant unterwegs. Übernachtung im Al Falaj Hotel.


9. Tag, Sonntag, 23. Februar 2020

Muscat   F|-|-

Nach dem Frühstück geht es in den nahegelegenen Ort Sib, wo sich das Zentrum des exklusiven Parfümherstellers Amouage befindet. Hier werden die, mit diversen Preisen ausgezeichneten, Düfte hergestellt. Seit der Antike ist das sagenumwobene Land Oman berühmt für Weihrauch und exotische Düfte. Im Anschluss geht es zum Flughafen von Muscat für den Rückflug nach München. Rückflug Muskat (MCT) ab 14:45, München (MUC) an 18:50. Anschließend Bustransfer nach Salzburg bzw. Hallein.


(F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen)

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung!

Wichtig bei der Einreise muss der Reisepass mindestens 6 Monate gültig sein und noch über genügend freie Seiten verfügen! Das Visum muss 4-6 Wochen vorher beantragt werden.

*Änderungen vorbehalten


Reiseveranstalter: Tischler Reisen AG, Partnachstr. 50, D-82467 Garmisch-Partenkirchen in Zusammenarbeit: Mag. Andreas Deusch - Zeitspuren Studienreisen, Eichensiedlung 33, A-5301 Eugendorf


© Andreas Deusch 2019