Südtirol                                             

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Tirol, diesseits und jenseits des Brenner-Passes, ist eine jahrtausendealte Kulturlandschaft im Herzen Europas. Das "Land im Gebirge", wie es lange Zeit hieß, hat aufgrund seiner geographischen Position zwischen Italien im Süden und den deutschsprachigen Ländern im Norden immer schon eine kulturelle Vermittlerrolle eingenommen aber auch selbst Einflüsse aus beiden Regionen in seiner Kunst verarbeitet. Tirol ist heute eine der reichsten Kulturlandschaften Europas. Eingebettet in ein spektakuläres Bergpanorama, gerahmt von Wein- und Obstgärten bietet vor allem Südtirol farbintensive mittelalterliche Wandmalereien in Kapellen, Kirchen und Burgen, die in Europa Ihresgleichen suchen: die Lebenswelt adeliger Ritter findet sich hier ebenso wie heidnische Mythen und Legenden von Heiligen. Waren das Eisack- und das Etschtal seit der Antike viel benutzte Durchgangswege, lagen diese Täler in späteren Zeiten abseits großer Verkehrsströme. So erhielten sich Wandmalereien, die bis in die Zeit Karls des Großen zurückreichen, in spektakulärem Erhaltungszustand. Dazu kommen ausgesuchte romanische Skulptur und hervorragend erhaltene gotische Flügelaltäre, die noch an ihren originalen Standorten in Kirchen zu besichtigen sind. Das sonnenverwöhnte Meran (Partnerstadt von Salzburg), das Standquartier unserer Reise, ist die ursprüngliche Landeshauptstadt Tirols. Sein mediterranes Klima sorgt für eine üppige Vegetation aus Palmen, Zypressen und Zedern. Zusammen mit der frischen und klaren Luft wurde Meran, nicht ganz überraschend, bereits im 19. Jahrhundert ein beliebter Kurort der Habsburger aber auch des russischen, französischen und britischen Adels. Die adlige Kurort-Atmosphäre spiegelt sich in der eleganten Architektur und den weiten, schattigen Promenaden, die Meran zu einem idealen Ausgangspunkt für diese Studienfahrt macht.


PROGRAMM:*

1. Tag, Mittwoch, 10. Oktober 2018

Anreise mit Pausen: Abfahrt - Einstiegsstellen: 06.45 Hallein Pernerinsel - Parkplatz beim Kreisverkehr/ 07.00 P + R Salzburg Süd/ 07.15 Stadion Klessheim/ 07.25 Burgerking Piding/ 07.50 Schweinbach Landkaufhaus Mayer, weitere Einstiegsstellen auf der Strecke über die A8 und Brennerautobahn möglich.

Brixen: Rundgang durch Brixen, Dom mit Domkreuzgang (Fresken 15. Jhdt.), Bischöfliche Hofburg mit Kaisertrakt und Diözesanmuseum. Das Bistum Brixen-Säben war übrigens von 798 bis 1921 dem Erzbistum Salzburg unterstellt.

Danach Weiterfahrt nach Meran und beziehen der Zimmer im ***S Hotel im Zentrum von Meran.


2. Tag, Donnerstag, 11. Oktober 2018

Meran: Stadtrundgang durch Meran mit Promenade, Kurhaus, Theater, Spitalkirche, Lauben und Landesfürstlicher Burg mit Kaiserzimmern (Architektur und Ausstattung aus dem 15. Jhdt.)

Am Nachmittag Fahrt zum Schloss TirolKapelle mit Fresken (14. Jhdt.), Bauskulptur (12. Jhdt.) danach Weiterfahrt nach Naturns, wo wir St. Prokulus mit seinen Fresken (um 800) besichtigen werden.


3. Tag, Freitag, 12. Oktober 2018

Fahrt nach Müstair Graubünden in der Schweiz mit Besichtigung des Klosters St. Johann mit Fresken aus dem 9./ 12. Jhdt. (UNESCO Welterbe), Glurns, Mals St. Benedikt mit Fresken (um 800), Schluderns Besichtigung der Churburg mit Architektur und Ausstattung (16. Jhdt.), Burgkapelle (12. Jhdt.) und Rüstkammer.


4. Tag, Samstag, 13. Oktober 2018

Bozen: Stadtrundgang durch Bozen mit Waltherplatz, Pfarrkirche (Sandsteinkanzel von Hans Lutz von Schussenried 1514, Leitacher Törl um 1380), Dominikanerkirche mit  Johanneskapelle, Fresken (um 1320) und Lauben. Weiterfahrt nach Bozen-Gries, wo wir die Pfarrkirche mit Altar von Michael Pacher aus den 1470er Jahre besichtigen werden. Im Anschluss Weiterfahrt und Besichtigung von Schloss Runkelstein mit Fresken (um 1400).


5. Tag, Sonntag, 14. Oktober 2018

Fahrt nach Sterzing und Besichtigung der Pfarrkirche und des Multscher-Museums mit Skulpturen und Malerei des Sterzinger Altares von Hans Multscher, 1456-58. Nach einer Mittagspause Besichtigung der Spitalkirche mit Fresken (um 1415) und Heimfahrt mit Pausen nach Salzburg bzw. Hallein.


© Andreas Deusch 2018