Osttirol                                         

St Nikolaus

Osttirol mit ca. 2.000 Quadratkilometern Fläche und ca. 49.000 Einwohnern ist durch die Abtrennung Südtirols an Italien (1919) vom übrigen Bundesland Tirol räumlich isoliert. Das im Mittelalter zum Herzogtum Kärnten gehörige Gebiet kam unter Kaiser Maximilian im Jahre 1500 an die Grafschaft Tirol. Osttirol hat eine charakteristische Kulturlandschaft zu bieten, die von starken Einflüssen aus Südtirol und Kärnten geprägt ist. Auffallend ist der große Bestand an Kunstwerken aus dem späten Mittelalter.


PROGRAMM:*

1. Tag, Freitag, 13. September 2019

Anreise: Abfahrt - Einstiegsstellen: 07.00 Hallein Pernerinsel - Parkplatz beim Kreisverkehr/ 07.15 P + R Salzburg Süd/ 07.30 Stadion Klessheim/ 07:40 Burgerking Piding/ 08:05 Schweinbach Landkaufhaus Mayer. Weitere Einstiegsstellen auf der Strecke z.B. P+R Rosenheim, Kitzbühel,... in Absprache möglich.

Fahrt von Salzburg über Rosenheim und die Inntalautobahn nach Kitzbühel. Im Anschluss Kurzbesuch in Aurach bei Kitzbühel (Pfarrkirche St. Rupert mit origineller Ausstattung) und weiter über die Felbertauernstraße ins Virgental nach Obermauern (einzigartiges Denkmalensemble, Filialkirche "Unsere Liebe Frau Maria Schnee" (urkundlich 1431), bedeutendster gotischer Sakralbau Osttirols mit Fresken des Simon von Taisten (wichtigster Wallfahrtsort des Bezirks). Rückfahrt nach Matrei in Osttirol (Hauptort des Iseltales), große Dekanatskirche Hl. Alban (erbaut 1798) mit Deckenmalereien von Franz Anton Zeiller (Einfluss des Salzburger Hofarchitekten Wolfgang Hagenauer) – Mittagspause.

Spaziergang nach St. Nikolaus im Weiler Ganz (romanischer Sakralbau mit Doppelchor und Fresken aus dem 13. Jahrhundert. Auf der Fahrt nach Lienz Abstecher nach Oberlienz, Besuch der dortigen Filialkirche St. Georg in Oberdrum (17. Jhdt.) und der sogenannten Grüftljuden in der Totenkapelle neben der Pfarrkiche.

Danach Quartierbezug im ***Hotel in der Innenstadt von Lienz.


2. Tag, Samstag, 14. September 2019

Den Beginn an diesem Besichtigungstag macht Innichen in Südtirol, das im Mittelalter einen großen kulturellen Einfluss auf Osttirol ausübte. Der Dom aus dem 13. Jhdt. ist der bedeutendste romanische Sakralbau Südtirols. In Sillian wird die dortige Dekanatskirche (Neubau von 1760) besucht, die von Josef Adam Mölk freskiert ist.

Dann führt der Weg ins Lesachtal nach Obertilliach mit dem besterhaltenen bäuerlichen Ortsbild Tirols, das zur Gänze unter Denkmalschutz steht - Mittagspause.

Am Nachmittag Kurzbesuch der Wallfahrtskirche Hollbruck, ein frühbarockes  Gesamtkunstwerk von Südtiroler Künstlern. In Abfaltersbach besichtigen wir das sogenannte Aigner-Badl, ein ursprünglich erhaltenes Bad aus dem Biedermeier (erbaut 1855). Dann geht es weiter nach Anras, das mit der Pfarrkirche St. Stephan (Neubau von 1753, Frühwerk von Martin Knoller) und dem barocken Pfleghof (Sommersitz der Brixner Bischöfe, Sitz des bischöflichen Gerichts) zwei besondere Baudenkmäler aufzuweisen hat. Auf der Fahrt nach Assling besuchen wir die Filialkirche St. Justina (gotischer Fügelaltar) und das qualitätvolle Kirchlein St. Korbinian (mit drei Flügelaltären) aus dem Jahre 1468.


3. Tag, Sonntag, 15. September 2019

Der Vormittag ist der Stadt Lienz gewidmet. Zahlreiche Baudenkmäler zeugen vom kulturellen Reichtum dieser alten Stadt. Das Schloss Bruck (Residenzburg der Grafen von Görz, 1277 erbaut) mit seiner berühmten Doppelkapelle und der reichen Egger-Lienz-Sammlung, die prächtige Pfarrkirche St. Andrä (geweiht 1457), das Kriegerdenkmal (Holzmeister) und die Kirche St. Michael am Rindermarkt (aus der 1. Hälfte des 17. Jhdt.) sind die Höhepunkte des Stadtrundgangs.

Am Nachmittag ist der Besuch des Kirchhügels von Lavant (mit frühchristlicher Kirche) und des Grabungsfeldes der Römerstadt Aguntum vorgesehen.

Dann geht es wieder über die Felbertauernstraße zurück nach Salzburg.

 

*Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2019