Kaiserklöster der Habsburger         

Melk

Die österreichischen „Kaiserklöster“ zählen zu den prächtigsten und faszinierendsten barocken Monumenten nicht nur im Habsburgerreich sondern generell. Die riesigen und monumentalen Architekturen der altehrwürdigen Stifte St. Florian, Melk, Göttweig und Klosterneuburg wirken schon aus der Ferne, wenn man sich ihnen nähert, prächtig. So beherrscht Stift Melk hoch über der Donau stolz die Landschaft und beeindruckt mit seiner grandios gestalteten Klosterkirche. Das mittelalterliche Stift Klosterneuburg sollte unter Karl VI. gar zum „österreichischem Escorial“ umgebaut werden. Die gewaltigen Dimensionen der Barockisierungen erklären sich aus der Bedeutung der bedeutenden Klöster für die Dynastie der Habsburger. Befand sich der kaiserliche Hofstaat auf Reisen, konnte er hier Quartier nehmen. Große Architekten, Bildhauer und Maler gestalteten Kaisertrakte, Kaisersäle und weitere architektonische Meisterwerke. Es handelt sich um imperiale repräsentative Architekturen aus der Glanzzeit der Habsburger, die Kunstkenner und -liebhaber aus der ganzen Welt zurecht magisch anziehen, denn eine solch kunstvolle Pracht sucht tatsächlich ihresgleichen. Diese begeisternden Anlagen prunken nicht nur mit erlesener Baukunst, dynamischer Skulptur und hinreißenden Fresken sondern auch mit hochbedeutenden Bibliotheken und kostbaren Exponaten in ihren Kunstsammlungen. Hier sei nur der weltberühmte Klosterneuburger Altar genannt, jenes große goldfunkelnde Paradebeispiel typologischer Ikonographie – eines der bedeutendsten Kunstwerke des Mittelalters. 

Das Seminar Zeitspuren Baudenkmäler wird sich im Semester Herbst/ Winter 2019/ 2020 den Bauten der Habsburger in mehreren Veranstaltungen widmen. Bei diesem zentralen Thema der österreichischen Kunstgeschichte wird es u.a. am 20. September vorab auch einen vierstündigen Vortrag zu den Kaiserklöstern, die wir besuchen werden angeboten. Bei dieser zweitägigen Studienreise werden die Kaiserklöster in der chronologischen Abfolge ihrer Barockisierungen (St. Florian, Melk, Göttweig, Klosterneuburg) aufgesucht werden.


PROGRAMM:*

1. Tag, Sonntag, 22. September 2019

Anreise zum Stift St. Florian: Abfahrt - Einstiegsstellen: 07.00 Hallein Pernerinsel - Parkplatz beim Kreisverkehr/ 07.15 P + R Salzburg Süd/ 07.30 Stadion Klessheim, Weitere Einstiegsstellen auf der Strecke in Absprache möglich.

Nach der Besichtigung von Stift St. Florian mit Bibliothek, Marmorsaal, Altdorfer-Altar, Stiftsbasiika und Gruft mit Bruckner-Sarkophag, den barocken Kaiserzimmern und dem Mittagessen und weiterfahrt zum Stift Melk. Im Stift Melk besichtigen wir die Museumsräume, die Prunksäle wie Marmorsaal und Bibliothek und die hochbarocke Stiftskirche, ein Gesamtkunstwerk zur Verherrlichung Gottes sowie den Stiftspark mit dem barocken Gartenpavillon. 

Im Anschluss an die Besichtigung von Stift Melk weiterfahrt über die Wachau (UNESCO Welterbe) nach Krems an der Donau und beziehen der Zimmer, des in der Innenstadt von Krems gelegenen Hotels. Am Abend ist der Besuch eines Heurigen geplant.



2. Tag, Montag, 23. September 2019

Den Beginn an diesem Besichtigungstag macht das Stift Göttweig (UNESCO Welterbe) mit Stiftsbasilika, Museum im Kaisertrakt, der monumentalen Kaiserstiege mit dem Deckenfresko Paul Trogers aus 1739, die zu den schönsten und größten barocken Treppenhäusern Europas zählt, sowie den Fürsten- und Kaiserzimmern mit den Kunstsammlungen des Stiftes. Nach der Mittagspause weiterfahrt und Besichtigung des Stiftes Klosterneuburg. Wir werden die Stiftskirche, den Kreuzgang, Verduner Altar, Kaiserzimmer, Marmorsaal bewundern können.

Anschließend Heimfahrt mit Pausen nach Salzburg bzw. Hallein.


*Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2019