Die Römer im Allgäu

Schwangau

Alpenrand in Römerhand – Ein Museum an sieben Orten

Im Jahre 15 v.Chr. setzte der Eroberungsfeldzug des Tiberius und Drusus den Grundstein für die über 400 Jahre währende Herrschaft der Römer über das Alpenvorland. Die Via Claudia Augusta verband Oberitalien mit dem raetischen Voralpenland und galt somit als eine der wichtigsten Hauptverkehrsrouten dieser Zeit. Entlang dieser römischen Staatsstraße und des Lechs wurden zuerst Militärposten eingerichtet, wie z.B. auf dem Lorenzberg bei Epfach. Die heute noch sehr gut sichtbaren Befestigungsanlagen auf dem Auerberg bei Bernbeuern mit dem sehr ansprechend gestalteten Museum im Kiebelehaus sowie der Besuch des Schongauer Stadtmuseums führen die Zeit der ersten Besiedlung dieser Region sehr anschaulich vor Augen. Die Überreste zahlreicher Gutshöfe mit Thermenanlagen (Peiting, Kohlhunden und Schwangau) zeugen noch heute von der Blütezeit des römischen Alpenvorlandes.    

Seit 2013 präsentieren sich all diese Römerorte unter dem Namen „Alpenrand in Römerhand“. Diese Vernetzung ließ einen historischen Raum entstehen, der die römische Herrschaft im Alpenvorland von der frühen Kaiserzeit bis zum Untergang des Imperium Romanum im 5. Jh. aufzeigt. 

In der zweitägigen Exkursion werden alle sieben Orte besucht und mit Führungen vor Ort erlebbar gemacht.

Für weitere Informationen siehe nachfolgenden Link:

http://www.alpenrand-in-roemerhand.de/fileadmin/bilder/allgemein/FB_Roemerorte.pdf


PROGRAMM:*

1. Tag, Samstag, 16. Juni 2018

Anreise: Abfahrt - Einstiegsstellen: 06:45 Hallein Pernerinsel - Parkplatz beim Kreisverkehr/ 07:00 P + R Salzburg Süd/ 07:15 Stadion Klessheim/ 07:25 Burgerking Piding/ 07:50 Schweinbach Landkaufhaus Mayer, weitere Einstiegsstellen auf der Strecke in Absprache möglich.

Epfach/ AbodiacumFrühe Militärstation auf dem Lorenzberg (um 14 v. Chr.) zum Schutz der Kreuzung der Via Claudia mit der Straße Bregenz / Salzburg und der Lechbrücke. Die Siedlung Abodiacum bestand bis zum Ende der römischen Okkupation.

Altenstadt - Im heutigen Dorf Altenstadt (d. h. der alten Stadt Schongau) ist die römische Präsenz vom 1. bis 4. Jh. belegt. Am Via Claudia-Denkmal wurde ein Teil der römischen Staatsstraße rekonstruiert. 

Schongau – Die archäologische Abteilung des regionalen Schwerpunktmuseums bietet einen Überblick über die Bodendenkmäler im Schongauer Land und zeigt originale Grabungsfunde von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit.

Peiting – In einer der großen Villen Raetiens (2. bis 4. Jh. n. Chr.) entdeckte man einen äußerst seltenen, in Blei geritzten Liebeszauber. Ein verglaster Schutzbau erlaubt den Blick in die Badeanlage. Römischer Küchen- und Heilkräuterlehrgarten.

Schwangau - Das Thermengebäude (um 150 n. Chr.) war mit zahlreichen Fresken ausgestattet, die als die schönsten nördlich der Alpen gelten. Das überdachte Badehaus und ein Wirtschaftsgebäude sind frei zugänglich.

Danach beziehen der Zimmer in unserem ***Hotel in Füssen.


2. Tag, Sonntag, 17. Juni 2018

Auerberg – Auf dem Auerberg liegt die früheste stadtähnliche Siedlung der Römer in Bayern (12 bis ca. 45 n. Chr.) mit einer 3 km langen Wallanlage. Das Auerbergmuseum in Bernbeuren informiert über die Römersiedlung. Vom Dorf führt der Kulturpfad Via Damasia auf den Auerberg.

Kohlhunden – Im verglasten Schutzbau sind die Grundmauern des Badehauses, ein bedeutendes Opfergeschirr und weitere Exponate zu sehen. Das Bad gehörte zur größten villa rustica im Allgäu. Ein Modell im Turm zeigt die Vielfalt der römischen Landwirtschaft.

Wenn noch Zeit evtl. Marktoberdorf (Bajuwaren)

Danach Rückfahrt nach Salzburg bzw. Hallein.


*Änderungen vorbehalten


© Andreas Deusch 2018